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Salamanca
Salamanca
Salamanca

Salamanca war die zweite riesengroße Überraschung, die ich nach Sevilla auf der Via de la Plata erlebte. Ähnlich Sevilla ist Salamanca eine Stadt von erhabener Schönheit mit fröhlich-jugendlichem Teint. Ich rate allen Pilgersleuten eindringlich, sich doch zumindest einen Ruhetag in Salamanca zu gönnen. In einer schöneren Stadt ist man selten. Und hier kann man Europa  live erleben, ist doch die Stadt das Ziel sehr vieler Erasmus-Studenten. 

 

Schon weit vor Erreichen der Salamancas sieht man die Silhouette, die von Türmen geprägt ist. Vor allem jene der Neuen Kathedrale (Catedral Nueva) und die Kuppel der Jesuitenkirche Clerecía. Es ist eine Stadt aus rotem Sandstein gemeißelt. Eine Farbe, die ihr einen ganz eigenen, geradezu warmen Charakter verschafft. Mit Bauwerken und Sehenswürdigkeiten bestückt, die Salamanca zu einem wahren Juwel machen, das 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe geadelt wurde.

 

Vermutlich waren es die Hispanier, die hier eine erste Siedlung errichteten. Jedenfalls besuchte Hannibal auf seinem Zug nach Rom die Siedlung. Römer und Westgoten machten Salamanca dann endgültig zu einem wichtigen Handelszentrum. Die Mauren eroberten die Stadt im 8. Jahrhundert, 1085 wurde sie von den Christen zurück erobert und dabei zerstört. Erst allmählich gewann Salamanca seine früher so hervorragende Stellung zurück und erlebte im 16. Jahrhundert eine Blütezeit.

 

Bekannt ist Salamanca für seine Universität, die älteste in Spanien. 1218 gegründet, existiert sie seither ohne Unterbrechung bis heute. Und sieht es der Stadt regelrecht an: es ist eine jugendliche, sehr lebendige Stadt, geprägt von den rund 40.000 Studenten, die hier leben und studieren. 

 

Ein sehr auffälliger Kunststil prägt die Stadt: der sogenannte Platereskenstil, abgeleitet vom spanischen Wort ‚platero’, was Silberschmied bedeutet. Es ist der spanische Stil der Renaissance der Ende des 15. Jahrhunderts erstmals auftaucht und das Bild der Bauten in den folgenden 200 Jahren prägen sollte. Seine charakteristischen Merkmale sind gotische und Mudéjar-Komponenten, vermischt mit italienischer Frührenaissance. Aber warum Plateresk? Weil die Fassaden zum Beispiel der Catedral Nueva an eine Silberschmiedearbeit erinnert, fein ziseliert und strukturiert. Das Wort Plata erhält hier also doch noch den Sinn von Silber.

 

Ich habe insgesamt 2 Ruhetage in Salamanca gemacht. Nicht zuletzt auch deshalb, um mich von meinem neune Pilgerfreund John Smith gebührend zu verabschieden. Und das kann man hier sehr gut und einfach: in einem der vielen fantastischen Restaurants bei einem guten Essen und gutem Wein.

 

Zudem begann grad die „Semana Santa“, die Karwoche, als ich in Salamanca eingetroffen war. Und dieses Spektakel darf man sich ganz einfach nicht entgehen lassen.

Salamanca, eine Stadt aus rotem Sandstein

Salamanca

Die Silhouette von Salamanca

Die 'Neue Kathedrale'

Salamanca

Am Fluss Tormes

Salamanca

Die Römerbrücke über den Tormes

Salamanca

Die 'Alte Kathedrale' von Salamanca

Salamanca

Convento de las Dueñas

Salamanca

Mittelalterliche Inschrift an der Universität

Salamanca

Casa de las Conchas und Türme der Jesuitenkirche

Salamanca

Plaza Mayor

Salamanca

Convento de las Ursulas

Salamanca

Der Astronaut am der Puerta de Ramos 

Salamanca

Ein alter Löwe in einem der Paläste Salamancas

Salamanca

Im Inneren der neuen Kathedrale Salamancas

Salamanca

Portal an der neuen Kathedrale von Salamanca

Tipps und Informationen

Herbergen / Hostals in Salamanca

 

Die Pilgerherberge von Salamanca ist gut. Allerdings ist es nur möglich, 1 Nacht zu bleiben. Deshalb habe ich mich für zwei Nächte in einer Privaten Herberge eingeschrieben, die nur 20 Euro gekostet hatte. Gronze.com hält mehrere Tipps bereit. Meine Empfehlung: Wer länger in Salamanca bleiben will sollte sein Zimmer vorreservieren. Vor allem an Wochenenden.

Besichtigungen

Ich hatte Zeit und Muße, mir die Stadt genau anzusehen. Und auch den Palmsonntag hier zu verbringen. Meine Vorschläge für Besichtigungen:

Catedral Nueva

Diesen kirchlichen Prachtbau sollte man sich nicht entgehen lassen. Und vor allem nicht das Ersteigen des Turmes, von dem man eine fantastische Aussicht hat. Vor allem auf die letzten 2 Tagesetappen, die man von hoch oben nachverfolgen kann.

Convento de San Estéban mit seinem Plateresken Hauptportal

Die Plaza Mayor ist einer der schönsten Plätze, die ich je in meinem Leben gesehen habe. So richtig mondän. Alles ist hier im Gleichgewicht.

Die Universität von Salamanca mit ihrem historischen Gebäude muss man ganz einfach gesehen haben. Vor allem den Totenkopf im Hauptportal, auf dem ein Frosch sitzt.

 

Die Puente Romano, die Römerbrücke, ist quasi ein Muss für jeden Pilger. Am Ufer des Flusses Tormes empfehle ich bei Schönwetter ein kleines Picknick mit Spezialitäten aus der Region von Salamanca.

Der Astronaut am der Puerta de Ramos 

Ein alter Löwe in einem der Paläste Salamancas

Salamanca
Salamanca

Ein gotisches Portal an einem der vielen Kirchen

Das Portal der Universität. Hier den Frosch suchen!

Salamanca
Salamanca

Die ganze Stadt ist am Palmsonntag auf den Beinen

Palmprozession in Salamanca: Semana Santa

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